Private Debt, Mezzanine oder Schuldscheindarlehen – welche Finanzierungsform passt zu welchem Projekt?

Drei moderne Türme unterschiedlicher Höhe nebeneinander — visualisiert den Vergleich von Private Debt, Mezzanine und Schuldscheindarlehen.
Das Wichtigste auf einen Blick
  • SSD ist die günstigste Senior-Lösung Das Schuldscheindarlehen erreichte 2025 laut LBBW ein Neuvolumen von 25,2 Mrd. € (+21 %); aktuelles Pricing 100/120/140 bps über Euribor für 3/5/7 Jahre (freenet, April 2026).
  • Kein Pflicht-Rating, aber faktisch Investment-Grade-nah Ein Schuldscheindarlehen braucht kein externes Rating; rund 95 % der Transaktionen liegen dennoch im Investment-Grade-Bereich, nur etwa 21 % des Volumens stammt von gerateten Emittenten (Helaba).
  • Private Debt für Sub-IG, LBO und Tempo Private-Debt-Fonds verwalten weltweit rund 2,5 Bio. US-Dollar (BaFin 2026). Unitranche liegt bei etwa Euribor + 525 bps und eignet sich bei fehlendem Rating, Akquisition und komplexen Strukturen.
  • Mezzanine stärkt Eigenkapital ohne Verwässerung Mezzanine kostet 10–20 % p.a. (mit Equity-Kicker bis 30 %), ist nachrangig und kann bilanziell als wirtschaftliches Eigenkapital zählen — ohne Kontrollverlust für den Gesellschafter.
  • Die Volumen-Schwelle entscheidet Ein Schuldscheindarlehen wird unter rund 20–25 Mio. € unwirtschaftlich; Mezzanine beginnt oft schon bei 0,5–2 Mio. €; Private Debt deckt rund 20 Mio. bis mehrere 100 Mio. € ab.
  • DICAMA strukturiert alle drei Instrumente Als eigentümergeführtes Finanzierungshaus mit über 5,1 Mrd. € Finanzierungsvolumen und 720+ Mandaten kombiniert DICAMA Senior-, Junior- und Mezzanine-Schichten instrumentenneutral.

Schuldscheindarlehen, Private Debt und Mezzanine decken drei unterschiedliche Finanzierungsbedarfe ab: Das Schuldscheindarlehen ist die günstigste Senior-Lösung für bonitätsstarke Mittelständler ab rund 20 Mio. €, Private Debt die flexible Alternative bei fehlendem Rating oder komplexen Deals, und Mezzanine das Instrument zur Eigenkapitalstärkung ohne Verwässerung.

Wenn die klassische Hausbankfinanzierung an Grenzen stößt, stehen im deutschen Mittelstand am häufigsten drei alternative Finanzierungsformen zur Wahl: das Schuldscheindarlehen (SSD), Private Debt und Mezzanine-Kapital. Alle drei erleben 2025/2026 eine sehr unterschiedliche Marktdynamik. Der Schuldscheinmarkt war 2025 mit einem Neuvolumen von 25,2 Mrd. € nahe an seinen Rekordjahren (LBBW Research, Januar 2026), während Private-Debt-Fonds weltweit rund 2,5 Bio. US-Dollar verwalten und zunehmend unter Aufsichtsbeobachtung geraten. Mezzanine bleibt das teure, aber flexible Nischeninstrument. Dieser Beitrag ordnet die drei Formen anhand belastbarer Marktdaten ein und liefert einen Entscheidungsrahmen für CFOs, Treasurer und Geschäftsführer.

Was unterscheidet Private Debt, Mezzanine und Schuldscheindarlehen grundsätzlich?

Die drei Instrumente unterscheiden sich vor allem in der Rangstellung: Das Schuldscheindarlehen ist Senior, Mezzanine nachrangig, Private Debt meist Senior mit kombinierter Tranchierung.

Was ist ein Schuldscheindarlehen? Ein Schuldscheindarlehen ist ein bilaterales Darlehen nach BGB — kein Wertpapier. Es wird privat bei Banken, Sparkassen, Versicherern und Versorgungswerken platziert, unterliegt keiner Prospektpflicht und wird per Abtretung übertragen.

Was ist Private Debt? Private Debt bezeichnet die Kreditvergabe durch Nicht-Banken, meist durch Kreditfonds. Die typische Form ist die Unitranche, die Senior- und nachrangiges Fremdkapital in einer einzigen, schnell verhandelbaren Struktur bündelt. Einen umfassenden Überblick über Private Debt und seine Strukturen im Mittelstand finden Sie in unserer Pillar-Page.

Was ist Mezzanine-Kapital? Mezzanine-Kapital ist hybrides Kapital zwischen Fremd- und Eigenkapital. Es ist nachrangig, meist unbesichert und kann — etwa als Genussrecht oder atypisch stille Beteiligung — bilanziell als wirtschaftliches Eigenkapital zählen. Wie sich diese Schichten kombinieren lassen, erläutern wir in den sieben Private-Debt-Strukturen von Senior bis HoldCo PIK.

Was ist ein Schuldscheindarlehen und wie groß ist der Markt 2025/2026?

Das Schuldscheindarlehen ist ein Darlehen nach BGB ohne Prospekt- und Börsenpflicht; der Markt erreichte 2025 ein Neuvolumen von 25,2 Mrd. €.

Rechtlich ist das Schuldscheindarlehen kein Wertpapier, sondern ein Darlehen nach BGB — die Urkunde dient nur als Beweismittel. Es besteht keine Prospektpflicht nach Prospekt-Verordnung oder WpPG, und es greifen weder die Marktmissbrauchsverordnung (MAR) noch Börsenpflichten; übertragen wird per Abtretung oder Vertragsübernahme (rosepartner.de). Das macht die Dokumentation schlank — oft nur 3 bis 10 Seiten auf Basis eines LMA-Standardvertrags.

Marktseitig war 2025 ein sehr starkes Jahr. Die LBBW meldet 25,2 Mrd. € Neuvolumen (+21 % gegenüber 2024) bei 106 Transaktionen, davon 19 Debüts — das fünfthöchste Jahr historisch (LBBW Research, Januar 2026). Die Helaba kommt mit abweichender Zählweise auf knapp 24 Mrd. € bei 116 Transaktionen (Helaba Research, Dezember 2025). Das Rekordjahr 2022 lag bei rund 30 Mrd. €; 2024 war mit knapp 20,0 Mrd. € (94 Transaktionen) schwächer (DZ Bank Research, Februar 2025). Für 2026 erwartet die LBBW ein schwächeres Volumen von rund 21 Mrd. €, die Helaba bis zu 25 Mrd. €.

Der Markt ist DACH-dominiert, aber zunehmend international: 2025 lag der DACH-Anteil bei 79 % (Deutschland 71 %, Frankreich 8 %, Schweiz und Österreich je 4 %). Bei der Social-Schuldschein-Transaktion von Asklepios über 600 Mio. € im Oktober 2025 lag der Anteil internationaler Investoren bereits bei 52 % (Asklepios, Oktober 2025).

Braucht ein Schuldscheindarlehen ein Rating und ab welchem Volumen lohnt es sich?

Ein Schuldscheindarlehen braucht kein externes Rating, ist aber faktisch Investment-Grade-nah und wirtschaftlich erst ab rund 20 bis 25 Mio. € sinnvoll.

Ein externes Rating ist beim Schuldscheindarlehen nicht erforderlich. Faktisch liegen nach Markteinschätzung rund 95 % der Transaktionen im Investment-Grade-Bereich, und 2025 stammten laut Helaba nur etwa 21 % des Volumens von extern gerateten Emittenten. Crossover-Bonität ist mit einer überzeugenden Finanzierungsstory möglich — eine klare Sub-Investment-Grade-Adresse wird über das Schuldscheindarlehen jedoch selten platziert.

Bei den Volumina gilt eine harte Wirtschaftlichkeitsschwelle: Sinnvoll ist ein Schuldscheindarlehen ab rund 20 Mio. €, Erstmandate teils ab 25 Mio. €. Unter 50 Mio. € übersteigen die Setup-Kosten häufig den Margenvorteil. Der Mittelmarkt von 200 bis 500 Mio. € machte 2025 über die Hälfte des Marktes aus, Transaktionen über 500 Mio. € rund 30 %, unter 200 Mio. € weniger als 20 % (LBBW Research, Januar 2026). Typische Laufzeiten sind 3, 5, 7 oder 10 Jahre — 2025 entfielen rund 57 % auf den Bereich von vier bis sieben Jahren, mehrere Tranchen mit fixen und variablen Zinsen sind üblich.

Was kostet ein Schuldscheindarlehen?

Die Marge liegt je nach Bonität bei rund 100 bis 330 bps über Euribor zuzüglich 0,1 bis 0,7 % Arrangierungsgebühr — günstiger als eine vergleichbare Anleihe.

Der aktuellste konkrete Datenpunkt stammt von freenet: Das MDAX-Unternehmen platzierte im April 2026 ein Schuldscheindarlehen über 350 Mio. € zu 100/120/140 bps über Euribor für Laufzeiten von 3, 5 und 7 Jahren — am unteren Ende der Vermarktungsspanne, arrangiert von BayernLB, LBBW und UniCredit (freenet-Mitteilung vom April 2026; Börsen-Zeitung). Als indikative Bandbreite über alle Bonitäten gilt: Top-Investment-Grade rund 40 bis 100 bps, solides Mid-Cap rund 100 bis 180 bps, an der BBB-/IG-Grenze rund 130 bis 230 bps und im Crossover-Bereich rund 180 bis 330 bps. Diese Margenkurve ist allerdings nicht öffentlich standardisiert, da Schuldscheine Privatplatzierungen ohne Börsenlisting sind.

Hinzu kommen Arrangierungsgebühren von 0,1 bis 0,7 % des Emissionserlöses (kapitalmarktteam.de). Im Gesamtkostenvergleich ist das Schuldscheindarlehen klar günstiger als eine Anleihe: Es entfallen Prospekt-, Börsen- und Market-Maker-Kosten sowie laufende Publizitätspflichten. Mittelstandsanleihen tragen dagegen High-Yield-Charakter mit Aufschlägen bis +600 bps gegenüber großen IG-Bonds. Beim aktuellen Zinsumfeld — EZB-Einlagensatz 2,00 %, 3M-Euribor rund 2,0 bis 2,2 % — ergibt sich für eine fünfjährige Tranche ein All-in-Satz von etwa 3,2 bis 4,1 %. Eine detaillierte Kostenaufstellung zu Private Debt zeigt, wie sich die Pricing-Logik bei Kreditfonds davon unterscheidet.

Welche Covenants und Mitspracherechte bringt ein Schuldscheindarlehen mit?

Ein Schuldscheindarlehen arbeitet mit Covenants statt Sicherheiten und gewährt den Investoren keine laufende Mitsprache wie einem Gesellschafter.

Das Covenant-Paket umfasst typischerweise Pari Passu, Negativklausel (Negative Pledge), Change-of-Control und Cross-Default sowie Financial Covenants wie Verschuldungs- oder Kapitaldienstkennzahlen; teils sind Step-Up-Kupons bei Kennzahlverschlechterung vereinbart (kapitalmarktteam.de). Das Reporting erfolgt meist quartalsweise oder jährlich und ist damit deutlich schlanker als bei Private Debt. Investoren haben keine laufende Mitsprache; ihr Schutz läuft primär über Covenants und Sonderkündigungsrechte. Der Emittent kann die Investoren teils selbst auswählen — etwa Wettbewerber ausschließen — und einen Festzins vorgeben.

Wie aufnahmefähig der Markt für solide Adressen ist, zeigen die Deals 2025: SAF-HOLLAND platzierte 330 Mio. € (Tranchen über 3/4/5/7 Jahre, IKB als Sole Lead Arranger, von 150 Mio. € aufgestockt), INDUS Holding 125 Mio. € (3/5/7/10 Jahre, LBBW, Zielvolumen von 75 Mio. € übertroffen) und Otto 240 Mio. €. EDEKA Zentrale und Asklepios platzierten je 600 Mio. €, Letztere als Social Schuldschein mit Commerzbank, DZ Bank und LBBW als Arrangeuren.

Wann ist Private Debt die bessere Wahl als ein Schuldscheindarlehen?

Private Debt ist überlegen bei fehlendem Rating, Akquisitionen, höherer Verschuldung oder wenn Tempo und maßgeschneiderte Struktur entscheidend sind.

Während das Schuldscheindarlehen bonitätsstarke Adressen adressiert, bedient Private Debt das Sub-Investment-Grade-Segment und komplexe Deals. Das globale Marktvolumen ist erheblich: Private-Debt-Fonds verwalten weltweit rund 2,5 Bio. US-Dollar, in Europa zählte Houlihan Lokey 2025 rund 570 Unitranche-Deals (+17 %). In Deutschland ist das Segment allerdings noch klein — die Kreditvergabe deutscher Private-Debt-Fonds entspricht laut BaFin nur rund 0,2 % des Kreditvolumens deutscher Banken (BaFin, Risiken im Fokus 2026, Januar 2026). Preqin projiziert das globale Private-Credit-AUM auf 4,5 Bio. US-Dollar bis 2030.

Preislich liegt Private Debt mit rund Euribor + 525 bps (Unitranche) zwischen Schuldscheindarlehen und Mezzanine. Sinnvoll ist es vor allem bei Akquisition, Buy-and-Build oder Wachstums-Capex: Die Halex Holding etwa finanzierte 50 Mio. € über einen Kreditfonds (Unitranche plus revolvierende Kreditlinie) bei einer Gesamtverschuldung von rund 4x EBITDA. Als Faustregel gilt: Ab einer Verschuldung über rund 3,5 bis 4x EBITDA und im Sub-Investment-Grade-Bereich wird Private Debt typischerweise alternativlos. Allerdings beobachtet die Aufsicht das Segment zunehmend kritisch — BaFin-Präsident Mark Branson mahnte Ende Januar 2026, die Verflechtungen zwischen klassischer Finanzbranche und Private-Debt-Fonds genau zu beobachten, und verwies auf die First-Brands-Insolvenz vom Oktober 2025 als möglichen Ansteckungsherd. Für die Abgrenzung zur Hausbank lohnt der ehrliche Vergleich von Private Debt und Bankkredit.

Wann lohnt sich Mezzanine-Kapital für den Mittelstand?

Mezzanine lohnt sich, wenn die Eigenkapitalquote gestärkt werden soll — etwa bei Nachfolge, Wachstum oder Rekapitalisierung — ohne Verwässerung und Kontrollverlust.

Mezzanine ist das teuerste, aber flexibelste der drei Instrumente. Die laufende Rendite liegt typisch bei 10 bis 20 % p.a., mit Equity-Kicker bis rund 30 %; sehr fremdkapitalnahe Strukturen beginnen ab etwa 8 %. Die Laufzeiten betragen meist 5 bis 7 Jahre, teils bis 15 Jahre, in der Regel endfällig. Die Mindestvolumina sind klein — oft 0,5 bis 2 Mio. €. Spezialanbieter wie M Cap Finance zeichnen Einzelinvestments bis 15 Mio. € bei Zielunternehmen mit bis zu 500 Mio. € Umsatz und Laufzeiten um sieben Jahre (M Cap Finance).

Entscheidend ist die bilanzielle und steuerliche Einordnung. Equity Mezzanine — etwa eine atypisch stille Beteiligung oder ein Genussrecht mit Verlustbeteiligung — kann wirtschaftlich als Eigenkapital zählen; Debt Mezzanine wie das Nachrangdarlehen ist Fremdkapital. Zinsen auf Debt Mezzanine sind in der Regel steuerlich abzugsfähig, bei eigenkapitalnaher Gewinnbeteiligung kann die Abzugsfähigkeit entfallen — die konkrete Vertragsgestaltung entscheidet. Mezzanine ist damit ein Ergänzungs-, kein Substitutionsinstrument: Es stärkt die Bonität für die vorrangige Finanzierung, statt diese zu ersetzen.

Welche Finanzierungsform passt zu welchem Projekt?

Bonität und Volumen entscheiden zuerst: SSD bei Investment-Grade-Nähe ab 20 Mio. €, Private Debt bei fehlendem Rating oder Tempo, Mezzanine zur Eigenkapitalstärkung.

Die direkte Gegenüberstellung der neun wichtigsten Entscheidungskriterien:

  • Rangstellung: Private Debt meist Senior (Unitranche kombiniert Senior und Junior); Mezzanine nachrangig zwischen Senior-Fremdkapital und Eigenkapital; Schuldscheindarlehen Senior und pari passu mit Bankkrediten.
  • Besicherung: Private Debt besichert bis unbesichert (flexibel); Mezzanine meist unbesichert; Schuldscheindarlehen meist unbesichert, mit Covenants statt Sicherheiten.
  • Volumen: Private Debt rund 20 Mio. bis mehrere 100 Mio. €; Mezzanine rund 0,5 bis 15+ Mio. €; Schuldscheindarlehen ab rund 20 bis 25 Mio. €, wirtschaftlich oft ab 50 Mio. €, Mittelmarkt 200 bis 500 Mio. €.
  • Laufzeit: Private Debt rund 5 bis 7 Jahre; Mezzanine 5 bis 7, teils bis 15 Jahre und endfällig; Schuldscheindarlehen 3, 5, 7 oder 10 Jahre.
  • Pricing: Private Debt rund Euribor + 3 bis 5 % (Unitranche ca. 525 bps); Mezzanine 10 bis 20 % p.a. mit Equity-Kicker bis 30 %; Schuldscheindarlehen rund 100 bis 330 bps über Euribor plus 0,1 bis 0,7 % Arrangierungsgebühr.
  • Mitsprache: Private Debt über Covenants und oft engen Dialog mit dem Fonds; Mezzanine keine bis abgestufte Mitsprache, keine Verwässerung; Schuldscheindarlehen keine laufende Mitsprache.
  • Reporting: Private Debt intensiv und maßgeschneidert; Mezzanine mittel; Schuldscheindarlehen schlank, quartalsweise bis jährlich.
  • Rating-Pflicht: bei allen drei Instrumenten keine — beim Schuldscheindarlehen jedoch faktisch Investment-Grade-nah.
  • Flexibilität: Private Debt und Mezzanine sehr hoch (Struktur, Tempo, Bilanz); Schuldscheindarlehen hoch über Tranchen und Laufzeiten bei schlanker Dokumentation.

Daraus ergibt sich ein klarer Entscheidungsrahmen: Bei Investment-Grade-Nähe und einem Volumen ab 20 bis 25 Mio. € ist das Schuldscheindarlehen die günstigste Senior-Lösung. Fehlt ein Rating, steht eine Akquisition an oder ist Tempo entscheidend, führt der Weg zu Private Debt; wofür Mittelständler Private Debt konkret nutzen, ordnet ein eigener Beitrag ein. Soll die Eigenkapitalquote ohne Verwässerung steigen, ergänzt Mezzanine die vorrangige Finanzierung. In der Praxis ist die beste Lösung häufig eine Kombination mehrerer Schichten — genau hier setzt ein strukturierendes Finanzierungshaus an. Wie sich Finanzierungen abbilden lassen, die Standardbanken ablehnen, und welche Schritte ein Mandat vom Term Sheet zum Closing durchläuft, zeigen die vertiefenden Beiträge im Cluster.

DICAMA AG strukturiert und platziert als eigentümergeführtes Finanzierungshaus alle drei Instrumente — Private Debt, Mezzanine und Schuldscheindarlehen — und kombiniert Senior-, Junior- und Mezzanine-Schichten zu eigenkapitalschonenden Gesamtstrukturen. Mit über 5,1 Mrd. € Finanzierungsvolumen und 720+ Mandaten berät DICAMA instrumentenneutral. „Die Frage ist selten, welches Instrument das beste ist, sondern welche Struktur zur Bonität, zum Volumen und zur Eigentümerlogik eines Unternehmens passt — häufig ist die Antwort eine Kombination“, so Markus Dietrich, Vorstandsvorsitzender der DICAMA AG (internes Statement).

Fazit: Welche Form passt zu welchem Projekt?

Drei Erkenntnisse bleiben für CFOs und Geschäftsführer entscheidend. Erstens: Bonität und Volumen bestimmen die Vorauswahl — das Schuldscheindarlehen ist bei Investment-Grade-Nähe ab 20 bis 25 Mio. € die günstigste Senior-Lösung, fällt darunter aber wegen der Setup-Kosten aus. Zweitens: Private Debt ist die flexible Alternative bei fehlendem Rating, Akquisitionen oder Tempo, wenn auch zu höheren Spreads und unter wachsender Aufsichtsbeobachtung. Drittens: Mezzanine ist ein Ergänzungs-, kein Ersatzinstrument zur Eigenkapitalstärkung ohne Verwässerung. Die wirtschaftlich beste Lösung ist häufig keine Entweder-oder-Entscheidung, sondern eine maßgeschneiderte Kombination der Schichten.

DICAMA AG strukturiert für mittelständische Unternehmen passgenaue Gesamtfinanzierungskonzepte aus klassischen und alternativen Bausteinen. Sprechen Sie uns an für eine maßgeschneiderte Finanzierungsstruktur — vertraulich und unverbindlich. Einen Überblick über alle alternativen Finanzierungslösungen der DICAMA AG finden Sie auf unserer Leistungsseite.

Quellen

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Finanzierungsempfehlung dar. Die DICAMA AG übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit oder Aktualität der dargestellten Informationen. Für individuelle Finanzierungsentscheidungen konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Berater.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Private Debt, Mezzanine und einem Schuldscheindarlehen?
Das Schuldscheindarlehen ist eine Senior-Finanzierung pari passu mit Bankkrediten, günstig und bonitätsstark. Private Debt ist meist Senior-Fremdkapital von Kreditfonds für Sub-Investment-Grade-Adressen und komplexe Deals. Mezzanine ist nachrangiges, eigenkapitalnahes Kapital zur Bilanzstärkung. Sie unterscheiden sich vor allem in Rangstellung, Kosten und Flexibilität.
Ab welchem Volumen lohnt sich ein Schuldscheindarlehen?
Ein Schuldscheindarlehen ist laut Helaba und LBBW wirtschaftlich ab rund 20 Mio. € sinnvoll, Erstmandate teils ab 25 Mio. €. Unter 50 Mio. € übersteigen die Setup-Kosten häufig den Margenvorteil. Der Mittelmarkt von 200 bis 500 Mio. € machte 2025 über die Hälfte des Volumens aus.
Braucht ein Schuldscheindarlehen ein Rating?
Nein, ein externes Rating ist für ein Schuldscheindarlehen nicht erforderlich. Faktisch sind nach Markteinschätzung jedoch rund 95 % der Transaktionen im Investment-Grade-Bereich, und 2025 stammten laut Helaba nur etwa 21 % des Volumens von extern gerateten Emittenten. Eine überzeugende Finanzierungsstory ersetzt das Rating.
Was kostet ein Schuldscheindarlehen?
Die Marge liegt je nach Bonität bei rund 100 bis 330 bps über Euribor zuzüglich 0,1 bis 0,7 % Arrangierungsgebühr. Konkreter Datenpunkt: freenet zahlte im April 2026 für 350 Mio. € 100/120/140 bps für 3/5/7 Jahre. Schuldscheine sind damit günstiger als vergleichbare Anleihen.
Was kostet Mezzanine-Kapital?
Mezzanine ist das teuerste der drei Instrumente: Die laufende Rendite liegt typisch bei 10 bis 20 % p.a., mit Equity-Kicker bis rund 30 %. Sehr fremdkapitalnahe Strukturen beginnen ab etwa 8 %. Im Gegenzug erhält der Gesellschafter eigenkapitalnahes Kapital ohne Verwässerung und ohne Kontrollverlust.
Wann ist Private Debt die bessere Wahl als ein Schuldscheindarlehen?
Private Debt ist überlegen, wenn ein Unternehmen kein Investment-Grade-Rating hat, eine Akquisition oder höhere Verschuldung finanzieren will oder eine schnelle, maßgeschneiderte Struktur braucht. Ab einer Verschuldung über rund 3,5 bis 4x EBITDA und im Sub-Investment-Grade-Bereich wird Private Debt typischerweise alternativlos.
Welche dieser Finanzierungsformen strukturiert DICAMA?
DICAMA AG strukturiert und platziert als eigentümergeführtes Finanzierungshaus alle drei Instrumente — Private Debt, Mezzanine und Schuldscheindarlehen — und kombiniert Senior-, Junior- und Mezzanine-Schichten zu eigenkapitalschonenden Gesamtstrukturen. Mit über 5,1 Mrd. € Finanzierungsvolumen und 720+ Mandaten berät DICAMA instrumentenneutral nach Bonität, Volumen und Eigentümerlogik.

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